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Informationen für Wissenschaftler

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Viele Kinder und Jugendliche, bei denen ein Elterteil an Krebs erkrankt ist, erleben eine bedrohliche Situation, die sie nicht verstehen. Auch die Eltern fühlen sich oft selbst von der Situation überfordert und wissen nicht, ob und wie sie das Thema „Krebs“ mit ihren Kindern ansprechen sollen.

Die Deutsche Krebshilfe hat sich das Ziel gesetzt, die psychosozialen Versorgungsangebote in Deutschland für Kinder und Jugendliche mit einem an Krebs erkrankten Elternteil aufzubauen und nachhaltig im Gesundheitssystem zu verankern. Dazu fördert sie ein Verbundprogramm an den Standorten Hamburg, Leipzig, Berlin, Heidelberg und Magdeburg. In die psychosozialen Versorgungskonzepte für erwachsene Krebspatienten sind minderjährige Kinder bislang kaum einbezogen. Auch Präventionskonzepte sind bislang wenig entwickelt. So geht es um zwei wesentliche Perspektivenerweiterungen: Erwachsene Krebspatienten mit Kindern sollten von ihren Behandlern gezielt in ihrer Funktion als Eltern wahrgenommen und angesprochen werden. Zudem ist Innerhalb bestehender Betreuungskonzepte eine Erweiterung um eine spezifisch kind-zentrierte Perspektive notwendig.

Zukünftig sollen Eltern Hilfestellung dabei bekommen, angstfrei und offen mit ihren Kindern über eine Krebserkrankung in der Familie zu sprechen. Auch die Kinder sollen altersgerechte Angebote erhalten. Denn sie können von den vielfältigen aus der elterlichen Erkrankung resultierenden Belastungsfaktoren nicht abgeschirmt werden. Sie benötigen altersgerechte Informationen und Hilfestellungen von Seiten der Erwachsenen, z.B. durch die Ermutigung, Fragen zu stellen.

Neben der klinischen Versorgung an allen fünf Standorten geht es. In dem Verbundprojekt auch darum, Merkmale herauszuarbeiten, die zeigen, wann eine Unterstützung der Familien sinnvoll ist. Denn eine flächendeckende Versorgung aller minderjährigen Kinder von Krebspatienten ist weder sinnvoll noch realistisch. Wie lassen sich Risikofälle und -konstellationen identifizieren, auch wenn ein Kind vielleicht noch keine psychopathologischen Auffälligkeiten zeigt? Welche Merkmale lassen auf eine gelingende Bewältigung der familiären Stressbelastung schließen? Alle Partnerzentren werden mit eigenen inhaltlichen Schwerpunkten eng vernetzt kooperieren, mit dem Ziel, modellhaft gemeinsame Implementierungsstrategien für eine breiter angelegte Versorgungsstrategie zu entwickeln. Das bereits bestehende, klinisch erprobte und publizierte Hamburger COSIP-Beratungskonzept soll hierbei in seiner Wirksamkeit erforscht werden. Aus der Zusammenarbeit an den verschiedenen Standorten soll außerdem ein Manual für den professionellen Umgang mit in der Praxis anzutreffenden spezifischen Situationen entstehen. Am Ende der zunächst auf drei Jahre angelegten Projektphase sollen der Fachöffentlichkeit vorläufige Praxisleitlinien für eine qualitätsgesicherte psychosoziale Versorgung von Kindern krebskranker Eltern zur Verfügung gestellt werden.